Ein FI-Schutzschalter ist ein zentrales Element in der elektrischen Sicherheitstechnik, um Personen vor gefährlichen Fehlerströmen zu schützen. Der hier vorgestellte BORDRISE FI-Schutzschalter vom Typ B ist eine spezifische Lösung für moderne Energieinfrastrukturen, die über die Erkennung herkömmlicher Wechsel- und pulsierender Gleichfehlerströme hinausgeht. Er ist konzipiert für Anwendungsbereiche, in denen glatte Gleichfehlerströme auftreten können, wie sie beispielsweise in Photovoltaikanlagen oder Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge vorkommen.

BORDRISE FI-Schutzschalter Typ B: Allstromsensitiver RCD für moderne Energieanlagen

Der BORDRISE FI-Schutzschalter ist aus einem robusten ABS-Material gefertigt, das eine hohe Isolationsfähigkeit aufweist. Das Gehäuse ist geruchsneutral und für eine lange Lebensdauer ausgelegt. Er ist für den zuverlässigen Betrieb in einem breiten Temperaturbereich von -25°C bis +55°C ausgelegt und bietet eine Schutzart von IP20. Dies bedeutet, dass das Gerät gegen feste Fremdkörper mit einem Durchmesser von mehr als 12,5 mm geschützt ist.

Die technischen Spezifikationen des 4-poligen FI-Schutzschalters umfassen einen Nennstrom von 40A, eine Nennspannung von 400/415V AC bei einer Frequenz von 50/60Hz. Der Bemessungsfehlerstrom liegt bei 30mA, während der Bemessungskurzschlussstrom 10.000A (10kA) beträgt. Diese Parameter sind auf die Anforderungen von Hauptstromkreisen abgestimmt. Die Montage erfolgt werkzeugsparend auf einer genormten 35 mm Hutschiene. Für eine einfache Diagnose verfügt der Schalter über eine klare Schaltstellungsanzeige (Ein/Aus) sowie ein separates Fehleranzeigefenster, das im Falle einer Auslösung die Ursache anzeigt.

Einsatzbereiche und Spezifika des Typ B FI-Schutzschalters

Als FI-Schutzschalter vom Typ B zeichnet sich dieses Gerät durch seine Allstromsensitivität aus. Es ist in der Lage, alle Arten von Fehlerströmen zu erkennen: sowohl reine Wechselströme als auch pulsierende und glatte Gleichfehlerströme. Diese Eigenschaft ist besonders wichtig für den Schutz von Betriebsmitteln, die Gleichrichter enthalten, wie etwa Wechselrichter in Photovoltaikanlagen oder die Ladeelektronik von Elektrofahrzeugen in Wallboxen. Der integrierte Schutz vor glatten Gleichfehlerströmen ist hierbei ein entscheidendes Sicherheitsmerkmal, da solche Ströme herkömmliche FI-Schutzschalter vom Typ A oder AC „blenden“ könnten.

Der BORDRISE FI-Schutzschalter ist nach der Norm EN61008 zertifiziert und somit für den Einsatz in der spezifischen Sicherheitslösung moderner Energieinfrastrukturen vorgesehen. Er eignet sich besonders für die Installation in Anlagen mit Wallboxen für Elektrofahrzeuge und Photovoltaik-Wechselrichtersystemen. Es ist zu beachten, dass die Schutzart IP20 eine Installation in trockenen, vor direktem Kontakt mit Wasser geschützten Umgebungen erfordert. Während der Schalter einen robusten Bemessungskurzschlussstrom aufweist, ersetzt er keine Überstromschutzeinrichtungen wie Leitungsschutzschalter, sondern ergänzt diese um den Fehlerstromschutz.